Midnight Ittigen ohne Margaux Schärer– kaum vorstellbar!

Midnight Ittigen ohne Margaux Schärer– kaum vorstellbar!

Seit 8 Jahren ist Margaux ein Teil vom Jugendprojekt Midnight Ittigen, zuerst als Teilnehmerin und seit dieser Saison als Projektleitern. Sie durchlief alle Stufen des CoachProgramm, dem «Projekt im Projekt».

 

Margaux, wie hat dein Engagement für das Midnight begonnen?
Bevor ich als Juniorcoach im 2010 für das Midnight Ittigen anfing zu arbeiten, war ich bereits als Teilnehmerin dabei. Anfangs war das Midnight der Treffpunkt meines ganzen Freundeskreises, so konnte ich gleichzeitig arbeiten und Zeit mit meinen Freunden verbringen. Dann entwickelte sich unser Team zu einer Art Familie, darum fühlte sich das Ganze nicht wie Arbeit an. Mittlerweile ist es so, dass ich an einem Samstagabend lieber Zeit in der Turnhalle verbringe als im Ausgang zu sein. Ich bin mir bewusst, dass das Midnight einen grossen Einfluss auf die Ittiger-Jugend hat und bin somit auch stolz, Teil davon zu sein. Schlussendlich ist es eine Win-win-Situation, ich verbringe meinen Abend mit sinnvoller Arbeit und helfe gleichzeitig dabei, die Jugendlichen von der Strasse in die Turnhalle zu holen.

Was hast du dank der Arbeit im Midnight gelernt?
Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und Verpflichtungen wahrzunehmen. Sich mit 14 Jahren einem Team/einer Arbeit zu verpflichten, ist nicht ganz einfach. Wenn man aber schon so früh die Chance dazu bekommt, fällt es einem später viel leichter, als anderen. Als Juniorcoach ist die Idee, einmal die Projektleitung zu übernehmen, eher ein Traum. Jedoch habe ich durch das Midnight gelernt, dass sich investierte Arbeit und Hartnäckigkeit auszahlen.

«Die Coachs sind das Herzstück des MidnightSports.»

Margaux Schärer

Du gehörst seit 8 Jahren zum Midnight-Team Ittigen. Was ist für dich der grösste Gewinn und was nimmst du von deiner Arbeit im Projekt mit?
Den Jugendlichen bei Spiel und Sport zusehen und zu wissen, dass das dank unseres Teams möglich ist. Das bereitet mir sehr grosse Freude! Natürlich kann ich sehr viele Erfahrungen sammeln, die für meine berufliche sowie meine private Zukunft nützlich sein werden. Die Jugendlichen zu unterstützen und zu fördern ist mir sehr wichtig: An vielen Beispielen habe ich erlebt, dass ein Ort wie das Midnight grossen Einfluss auf die Zukunft der jungen Erwachsenen haben kann. Wir können die Juniorcoachs sowie die Teilnehmenden mit unserem Verhalten stark beeinflussen, indem wir eine Vorbildfunktion einnehmen. In der Hoffnung, dass sie anstreben, wie wir zu werden.

Was ist deine erste Erinnerung an ein Midnight?
Ich kann mich sehr flüchtig an die erste Veranstaltung im Jahr 2010 erinnern. Ich weiss jedoch noch genau, dass ich in der ersten Saison sehr viel Zeit am Kiosk verbracht habe und dort die Verantwortung hatte, dass die Kioskabrechnung und die Kasse übereinstimmten.

Was macht deiner Meinung nach das Midnight speziell und einzigartig?
Dass MidnightSports von Jugendlichen für Jugendlichen organisiert wird, macht es einzigartig. Unsere Juniorcoachs tragen grosse Verantwortung und sie sind während der Veranstaltung die «Chefs» ihrer Schulkameraden. Dabei lernen sie sich durchzusetzen und entwickeln sich persönlich weiter. Die Idee vom «Projekt im Projekt» finde ich persönlich sehr interessant, weil dabei Juniorcoachs gefördert bzw. gefordert werden. Obwohl die Teilnehmer auf den ersten Blick im Fokus stehen, profitieren die Junior- und Seniorcoachs von der Erfahrung, die sie im Laufe ihrer Midnight-Karriere sammeln können. Sie lernen schon sehr früh, was es heisst sich zu verpflichten, zuverlässig, pünktlich und selbständig zu sein. Da die meisten Midnight-Teams relativ jung sind, entsteht eine ganz andere Dynamik, als wenn Erwachsene einen Jugendtreff organisieren. Unsere Coachs sind sehr viel näher an unseren Teilnehmern dran und haben somit meist auch einen besseren Draht zu ihnen. Ausserdem finde ich es sehr wichtig, dass unsere Jugendlichen einen Ort haben, wo sie am Wochenende Zeit miteinander verbringen und sich bewegen können.

Was würdest du ändern?
Meiner Meinung nach muss am MidnightSports-Konzept nicht gross etwas verändert werden. Die vielen langjährigen, erfolgreichen Projekte bestätigen ja, dass das Konzept funktioniert. Wenn würde ich projektspezifisch bzw. teamintern etwas verändern. Ein Grossteil unsere Juniorcoachs sind seit mehr als zwei Saisons dabei, haben dabei viel Erfahrung gesammelt und könnten mehr Verantwortung übernehmen.

Welchen Stellenwert haben für dich die Coachs im Midnight?
Sie sind das Herzstück des MidnightSports. Jeder Einzelne hat einen gewissen Einfluss auf die teaminterne Dynamik und die Dynamik, die während den Veranstaltungen entsteht. Jeder kann etwas zum Gelingen des Projekts beitragen und meist ist jeder Einzelne nötig, um ans Ziel zu kommen.

Welche Geschichte oder Anekdote kommt Dir spontan in den Sinn, wenn Du ans Midnight denkst?
Das Ritual, als ich vom Juniorcoach zum Seniorcoach befördert wurde – nicht wie ein Ritter mit einem Schwert, sondern mit einem Besenstiel.

Das Interview mit Margaux Schärer, Projektleiterin Midnight Ittigen, wurde von Bettina Heim, Programmverantwortliche MidnightSports, geführt.