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«Das einmalige Gesamtpaket macht es aus»

02.01.2023

Das MiniMove-Programm der Stiftung IdéeSport richtet sich an Kinder im Vorschulalter und deren Eltern/Bezugspersonen. Seit der Saison 2022/23 profitieren nun auch die Familien in St. Gallen vom kostenlosen und niederschwelligen Sonntagnachmittagsprogramm. Petra Müller ist Kindergartenlehrperson in der Stadt und war massgeblich an der Initiierung des Projekts beteiligt. Im Interview erzählt sie vom Starttag, dem Entstehungsprozess und ihren Wünschen.

Alter: 47
Wohnort: St. Gallen
Beruf: Kindergärtnerin und Projektleiterin Purzelbaum-Bewegungsprojekt, Dienststelle Sport Stadt St. Gallen
Lieblingssportart: Biken
Weitere Hobbies: Golf, Wandern, Reisen
Bezug zu IdéeSport: Projekt MiniMove

Ende Oktober öffneten die Türen des ersten Ostschweizer MiniMove, dem Pilotprojekt in St. Gallen. Wie lief die erste Veranstaltung?

Bereits frühere Programme, die sich an diese Zielgruppe richteten, erfreuten sich grosser Beliebtheit. So hat es mich nicht überrascht, dass der Andrang enorm war: Wir haben am Starttag sehr viele Teilnehmende registriert. Die Stimmung war ausgelassen, viele blieben über eine lange Zeit in der Halle und im Elterncafé fand reger Austausch statt. Das Hallenteam hatte alle Hände voll zu tun.
An der zweiten Veranstaltung wurde Teilnahmezahl sogar noch übertroffen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda sowie die Werbeaktivitäten haben Wirkung gezeigt. Wenn die Teilnahmezahlen weiter in die Höhe schiessen, müssen wir aus Sicherheitsgründen sogar über eine Teilnahmebeschränkung nachdenken.

Wie bist du auf das Programm aufmerksam geworden und warum hast du dich für ein MiniMove in deiner Stadt eingesetzt?

Das Bedürfnis nach einer offenen Turnhalle für Kleinkinder mit ihren Eltern/Bezugspersonen war uns schon länger bekannt. Es fanden bereits kleinere Projekte statt, diese konnten aber aus organisatorischen Gründen nicht weitergeführt werden. Wir wurden von IdéeSport angefragt und konnten das MiniMove in Zusammenarbeit mit mehreren Dienststellen der Stadt realisieren. Die Professionalität von IdéeSport hat die Umsetzung erleichtert.
Die jugendlichen Coachs sind ein weiterer Mehrwert, denn durch deren Verankerung in den Quartieren, werden auch Familien erreicht, die sonst solche Angebote selten in Anspruch nehmen. In diesem Alter sind die Jugendlichen noch näher an der Zielgruppe dran, aber doch alt genug, um Verantwortung zu übernehmen. Ohne sie würde etwas fehlen, das einmalige Gesamtpaket des Konzepts macht es aus.

Wo siehst du den entscheidenden Mehrwert für die Kinder und Familien?

Das Angebot ist niederschwellig, findet regelmässig statt und ist ein idealer Treffpunkt für Familien mit Kleinkindern. In den Wintermonaten ist es auch eine willkommene Abwechslung zum Aufenthalt auf dem Spielplatz. Die Kinder werden vielseitig gefördert, während sich die Eltern/Bezugspersonen austauschen und vernetzen.

Auf welche Herausforderungen bist du bei der Initiierung des Projekts gestossen? Welche Ratschläge hast du für Personen, die sich ebenfalls ein IdéeSport-Projekt für ihre Gemeinde wünschen?

Eine ausreichende Vorlaufzeit ist sehr wichtig, dabei ist das Budget die grösste Hürde. Bei uns gab es das Vorlaufprojekt «Familien in Bewegung», an dem angeknüpft werden konnte. Dennoch hat es zwei Jahre gedauert, die Finanzierung zu sichern. Man muss sich durch die Strukturen und Abläufe durcharbeiten, aber mit einem guten Konzept – wie jenem von IdéeSport – klappt es, die richtigen Leute an den Tisch zu holen.
Weiter ist für die Rekrutierung der*des Projektleiter*in eine gute Vernetzung in der jeweiligen Gemeinde von Vorteil. Glücklicherweise waren bei uns viele Dienststellen involviert und das Hallenteam konnte erfolgreich zusammengestellt werden.

Was wünschst du dir für die restliche Saison? Wie sieht deine Vision für das Projekt in 3 Jahren aus?

Für die restliche Saison wünsche ich mir weiterhin einen grossen Rücklauf, zahlreiche und regelmässige Teilnehmende und schöne Bewegungs -und Begegnungserlebnisse für die Familien. Dem Hallenteam, welches mich begeistert und überrascht hat, wünsche ich ebenfalls viele spannende und lehrreiche Nachmittage. Sie leisten grossartige Arbeit.
Auf lange Sicht soll das MiniMove in der Stadt St. Gallen zu einem festen Bestandteil der Freizeitgestaltung werden – vielleicht sogar mit zwei Standorten, aber das ist nun wirklich Zukunftsmusik (lacht).

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