Joy­fu­lA­gain: Sport, Unter­stützung durch Gle­ichal­trige und Natur für das Wohlbefind­en junger Men­schen

19. August 2026

Das Pro­gramm Joy­fu­lA­gain zielt darauf ab, das Wohlbefind­en sowie die psy­chis­che und kör­per­liche Gesund­heit von Jugendlichen durch einen ganzheitlichen, von Fach­per­so­n­en begleit­eten Ansatz zu fördern. Dieser verbindet sportliche Aktiv­itäten, Natur­erleb­nisse und Räume für den Aus­tausch über Emo­tio­nen. Joy­fu­lA­gain wird durch das Inter­reg-Pro­gramm Ital­ien – Schweiz 2021 – 2027 finanziert.

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Olten, August 2026 – Das im Jan­u­ar 2026 lancierte Pro­gramm läuft über 30 Monate und vere­int ver­schiedene Part­ner aus der Lom­bardei, dem Piemont und dem Kan­ton Tessin, darunter die Stiftung IdéeSport. 

Strate­gis­che Rel­e­vanz und Ziele des Pro­jek­ts 

Die zunehmende Ver­bre­itung von Ein­samkeit, Unsicher­heit und Äng­sten im Zusam­men­hang mit glob­alen Krisen wirkt sich erhe­blich auf das psy­chis­che Wohlbefind­en der Men­schen und damit auch auf ihre Leben­squal­ität und sozialen Beziehun­gen aus. Wie zahlre­iche Stu­di­en zeigen, gehören Jugendliche zu den Bevölkerungs­grup­pen, die beson­ders stark von psy­chis­chen Belas­tun­gen betrof­fen sind. Fälle von Depres­sio­nen, Angstzustän­den und sozialer Iso­la­tion nehmen zu. 

Hier set­zt Joy­fu­lA­gain an. Ziel des Pro­jek­ts ist es, die Fähigkeit­en von Organ­i­sa­tio­nen und die Kom­pe­ten­zen von Fach­per­so­n­en in Ital­ien und der Schweiz in der Förderung der psy­chis­chen Gesund­heit und der Präven­tion psy­chis­ch­er Belas­tun­gen bei Jugendlichen zu stärken. Dabei wird ein ganzheitlich­er und inter­diszi­plinär­er Ansatz ver­fol­gt. Grund­lage des Pro­jek­ts ist die Überzeu­gung, dass psy­chis­che und kör­per­liche Gesund­heit nicht ein­fach die Abwe­sen­heit von Lei­den bedeutet, son­dern auch die Möglichkeit umfasst, ein erfülltes, authen­tis­ches und sinns­tif­ten­des Leben zu führen. 

Das Pro­gramm richtet sich an 150 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren aus dem Piemont, der Lom­bardei und dem Kan­ton Tessin. Ange­sprochen sind Jugendliche, die Belas­tungssi­t­u­a­tio­nen, Äng­ste oder Schwierigkeit­en in zwis­chen­men­schlichen Beziehun­gen erleben oder das Bedürf­nis haben, sich über ihre Gefüh­le auszu­tauschen, die sie oft­mals nur schw­er aus­drück­en kön­nen. Die Teil­nahme am Pro­gramm ist frei­willig. 

Die vier Mass­nah­men von Joy­fu­lA­gain 

Der ganzheitliche Ansatz von Joy­fu­lA­gain umfasst vier eng miteinan­der ver­bun­dene Mass­nah­men. Sie wer­den von einem inter­diszi­plinären Team begleit­et und zeich­nen sich durch einen starken Fokus auf Par­tizipa­tion und gegen­seit­ige Unter­stützung unter Gle­ichal­tri­gen aus. 

Die erste Mass­nahme sieht vor, jedem Jugendlichen eine soge­nan­nte Link-Work­er-Fach­per­son zur Seite zu stellen. Dabei han­delt es sich um ein neues Beruf­spro­fil, das die teil­nehmende Per­son während des gesamten Pro­gramms begleit­et. Die Link-Work­er-Fach­per­son unter­stützt die Jugendlichen dabei, ihre Ressourcen, Wün­sche und per­sön­lichen Ziele zu erken­nen und zu stärken und gle­ichzeit­ig mögliche Schwierigkeit­en oder Belas­tun­gen zu iden­ti­fizieren. Gemein­sam mit der Jugendlichen bzw. dem Jugendlichen entwick­elt sie einen indi­vidu­ell abges­timmten Weg inner­halb des Pro­gramms. Darüber hin­aus stellt die Link-Work­er-Fach­per­son Verbindun­gen zu Ange­boten, Dien­stleis­tun­gen und Ressourcen in der Region her, die auch über die Pro­jek­t­dauer hin­aus auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einge­hen kön­nen. Durch ihre Fähigkeit, lokale und regionale Net­zw­erke zu aktivieren und zu koor­dinieren, spielt sie eine zen­trale Rolle für die nach­haltige Wirkung des Pro­jek­ts. 

Eine zweite Aktiv­ität sind die soge­nan­nten Heal­ing Cir­cles. Dabei han­delt es sich um Rei­hen von fünf oder sechs Peer-Sup­port-Tre­f­fen, die in einem geschützten Rah­men stat­tfind­en. In diesen Räu­men kön­nen kleine Grup­pen von Jugendlichen Gefüh­le, Erfahrun­gen und Schwierigkeit­en aus­drück­en und miteinan­der teilen, ohne Angst haben zu müssen, dafür beurteilt zu wer­den. Die Tre­f­fen wer­den von ein­er erwach­se­nen Per­son mod­eriert. Inner­halb gemein­sam vere­in­barter Regeln entschei­den die Teil­nehmenden selb­st, welche The­men sie ansprechen und wie viel sie von sich erzählen möcht­en. Der Begriff Heal­ing ste­ht dabei für Heilung “ oder heil­sam” jedoch nicht für eine medi­zinis­che Behand­lung: Es han­delt sich nicht um eine Ther­a­pie. 

Zu den Aktiv­itäten des Pro­jek­ts gehört zudem Mid­night­Sports, ein Pro­gramm, das IdéeSport seit 1999 erfol­gre­ich in der Schweiz umset­zt und das im Rah­men von Joy­fu­lA­gain auch von den ital­ienis­chen Part­nern über­nom­men wird. Bei den Aben­den, die im Zeichen von Sport und Spiel ste­hen, haben Jugendliche die Möglichkeit, gemein­sam unter­schiedliche Aktiv­itäten auszuüben. Im Vorder­grund ste­hen dabei Inklu­sion und gemein­sames Erleben statt Leis­tung. 

Das Ange­bot fördert die soziale Inklu­sion, stärkt psy­chosoziale Kom­pe­ten­zen und soziale Beziehun­gen und leis­tet somit einen pos­i­tiv­en Beitrag zur psy­chis­chen Gesund­heit und zum Wohlbefind­en. Beson­ders wichtig ist der par­tizipa­tive Ansatz: Mit Unter­stützung von jun­gen Coachs wählen die Teil­nehmenden selb­st aus, welche Aktiv­itäten stat­tfind­en und kön­nen die Räume ihren Bedürfnis­sen und Inter­essen entsprechend gestal­ten. 

Die vierte Mass­nahme umfasst For­est Bathing (“Wald­baden”): von zer­ti­fizierten Fach­per­so­n­en begleit­ete Natur­erleb­nisse, bei denen die bewusste Wahrnehmung und das Ein­tauchen in die Natur im Mit­telpunkt ste­hen. Ziel dieser Aktiv­itäten ist es, Stress zu reduzieren, die Atmung zu verbessern und das psy­chis­che und kör­per­liche Wohlbefind­en zu fördern. Die Ange­bote richt­en sich an Grup­pen von rund zehn Per­so­n­en und bein­hal­ten auch kurze Lernein­heit­en, ins­beson­dere zum Erken­nen und zum Umgang mit Emo­tio­nen. 

Die Pro­jek­t­part­ner 

In der Schweiz: 

  • Uffi­cio del sosteg­no a enti e attiv­ità per le famiglie e i gio­vani des Dipar­ti­men­to del­la san­ità e del­la social­ità des Kan­tons Tessin 
  • Servizio medico-psi­co­logi­co der Orga­niz­zazione sociop­sichi­atri­ca can­tonale 
  • Radix Svizzera ital­iana 
  • Stiftung IdéeSport 

In Ital­ien: 

  • Direzione Gio­vani e Sport der Regione Lom­bar­dia 
  • Con­sorzio Scuo­la Comu­nità Impre­sa (Novara) 
  • WECO Impre­sa Sociale (Cuneo)