Olten, April 2026 — Der diesjährige Sportheldinnen-Monat begann mit einer besonderen Botschaft:
Olympiasiegerin Michelle Gisin gab über die Social-Media-Kanäle von IdéeSport den offiziellen Startschuss. Nach ihrem schweren Unfall meldete sie sich von zu Hause aus mit einem Video – aufgenommen in Deutsch, Französisch und Italienisch – direkt an Mädchen in der ganzen Schweiz.
Als offizielle Botschafterin von IdéeSport betonte sie dabei, wie wichtig sichtbare Vorbilder im Sport sind: «Es ist so schön zu sehen, dass IdéeSport weiterhin daran arbeitet, Stereotype aufzubrechen und zu zeigen: Es gibt so viele tolle Frauen, die Vollgas geben und Sportheldinnen sind.»
Mit dieser Botschaft ermutigte sie Mädchen, an sich zu glauben, Neues auszuprobieren und ihren eigenen Weg im Sport zu gehen.
Dass solche Vorbilder eine grosse Wirkung haben, zeigt auch die Evaluation des ersten Projektjahres durch das Forschungs- und Beratungsbüro Ecoplan. Sie bestätigt: Das Projekt Sportheldinnen erreicht sein Ziel, Mädchen durch weibliche Vorbilder für Sport und Bewegung zu begeistern. Schweizweit fanden 238 Sportheldinnen-Events an 122 Standorten statt, bei denen rund 80 verschiedene Sportarten vorgestellt wurden. Auch das Sportheldinnen-Sammelheft überzeugte: rund 30 000 Exemplare wurden an über 500 Abgabestellen verteilt. Die Evaluation zeigt: Über 90 % der Mädchen gefiel das Sammelheft. Es wurde fleissig getauscht, eingeklebt, gelesen: Das Sammelheft brachte den Kindern die Geschichten von 90 Sportheldinnen näher.
Auch in diesem Jahr konnten zahlreiche Mädchen im Rahmen des Sportheldinnen-Monats inspirierende Begegnungen erleben. Insgesamt besuchten über 50 Sportheldinnen die OpenSunday-Projekte in der ganzen Schweiz. Die Kinder kamen so mit verschiedenen Sportlerinnen in Kontakt, spielen gemeinsam, probieren Übungen aus und stellen Fragen. Für die Kinder entsteht dadurch ein positives Bild von Sport: Es geht nicht um Leistung oder Wettbewerbt, sondern um Spass, Bewegung und Gemeinschaft.
Die Vielfalt der Sportarten war gross:
Von Curling und Cricket über Cheerleading bis hin zu K‑Pop Dance konnten die Mädchen neue Bewegungsformen entdecken und in den Sportheldinnen ein neues Vorbild finden. Gleichzeitig ermöglichten lokale Sportheldinnen einen direkten Zugang zu Vereinen und erleichterten so den Einstieg in den Sport.
Da auch die diesjährige Umsetzung des Sportheldinnen-Projekts ihre Wirkung zeigte, möchten wir uns auch in Zukunft für dieses wichtige Thema einsetzen. Die Planung für das kommende Jahr ist bereits im Gange. Was sicherlich bleibt: Jedes Mädchen kann eine Sportheldin sein.