Von Coachs zu Pro­jek­t­man­agerin­nen bei IdéeSport

05. August 2025

Im Tessin verkör­pern zwei Mitar­bei­t­erin­nen von IdéeSport den Ein­fluss des Coach­Pro­gramms auf eine ganze Gen­er­a­tion. Angela und Alessia, die heute im Pro­jek­t­man­age­ment-Kreis tätig sind, haben die Stiftung 2011 ent­deckt. Damals waren sie Teenagerin­nen – schüchtern und neugierig auf eine erste prak­tis­che Erfahrung. Dreizehn Jahre später begleit­en sie nun ihrer­seits die Jugendlichen, die ihre ersten Schritte in unseren Pro­jek­ten machen.

Coachprogramm Interviewpartnerinnen

Angela Tripodi
Alessia Spagnolo

Mit einem Coach-T-Shirt auf den Schul­tern ler­nen Angela und Alessia die Welt von IdéeSport ken­nen. Noch wis­sen sie nicht, dass diese Erfahrung ihren per­sön­lichen und beru­flichen Werde­gang tief prä­gen wird. 
 «Ich war sehr schüchtern», erzählt Angela. «Ich sah die anderen Coachs reden, ihnen wurde zuge­hört… und ich wollte so sein wie sie.» Öffentlich­es Sprechen, Grup­pen­leitung, die Rolle ein­er ver­ant­wor­tungsvollen Erwach­se­nen – all das war ihnen anfangs fremd. Doch im Laufe der Weit­er­bil­dun­gen und Ver­anstal­tun­gen ler­nen sie, machen Fortschritte, wer­den sicher­er. 

Ein Lern­feld 

Die Rolle als Coach hat nicht nur ihr Selb­stver­trauen gestärkt, son­dern auch geholfen, Schlüs­selkom­pe­ten­zen zu entwick­eln. Organ­i­sa­tion, Anpas­sungs­fähigkeit, Team­leitung – Fer­tigkeit­en, die sie auch heute noch in ihrer Arbeit nutzen. Angela erk­lärt, dass ihr diese Erfahrung geholfen hat, ihre beru­fliche Rich­tung zu find­en, indem sie ein Studi­um im sozialen Bere­ich wählte. Alessia wiederum betont, wie sehr ihr die Weit­er­bil­dun­gen ermöglicht haben, bess­er zu kom­mu­nizieren und ihr beru­flich­es Pro­fil zu schär­fen. 
 Heute sind bei­de im Pro­jek­t­man­age­ment von IdéeSport im Tessin tätig. Ihr schrit­tweis­er Werde­gang gibt ihnen dabei eine beson­dere Sichtweise. «Wir ver­ste­hen die Bedürfnisse der Coach­es, weil wir das selb­st erlebt haben», fasst Angela zusam­men. 

Anerken­nung, um zu wach­sen 

Ihr Engage­ment hätte nicht densel­ben Wert gehabt ohne das Ver­trauen, das andere ihnen ent­ge­genge­bracht haben. «Wenn sie nicht an mich geglaubt hät­ten, wäre ich heute nicht hier», sagt Alessia. Diese Anerken­nung – leise, aber kon­stant – hat es ihnen ermöglicht, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen, in kom­plexere Rollen zu schlüpfen und das Gel­ernte weit­erzugeben. Angela erzählt mit Rührung von dem Tag, an dem Alessia ihr ein Über­raschungs­diplom für ihre 10 Jahre bei der Stiftung vor­bere­it­et hat. Ein ein­fach­er, aber bedeu­tungsvoller Moment, der den Geist von IdéeSport verkör­pert. 

Eine Gemein­schaft, viele Erin­nerun­gen 

Über die Kom­pe­ten­zen hin­aus ist es vor allem die Atmo­sphäre, die bleibt: das Lachen nach den Aben­den, die Tipps, die Coach­es bei Weit­er­bil­dun­gen teilen, die Verbindun­gen, die sich über die Jahre knüpfen. «Es ist eine echte Fam­i­lie», sagen sie. 
Manche Anek­doten brin­gen sie noch heute zum Schmun­zeln. Eine Bal­lon­schlacht in der Turn­halle an einem Fas­nachtsabend, die mit einem Veilchen endet. Oder eine Halle im Dunkeln, leuch­t­ende Arm­bän­der am Handge­lenk, und ein Team von Coach­es, das gemein­sam zu Just Dance tanzt. Diese Momente sind Teil des Ler­nens. Sie hin­ter­lassen bleibende Spuren. 

Eine Lebenss­chule 

Für Angela und Alessia geht das Coach­Pro­gramm weit über die Betreu­ung sportlich­er Aktiv­itäten hin­aus. Es ist eine Lebenss­chule – ein Raum für Weit­er­gabe, Sol­i­dar­ität und per­sön­liche Entwick­lung. Eine Gele­gen­heit, sich selb­st ken­nen­zuler­nen, anderen zu ver­trauen und sich nüt­zlich zu fühlen. 
 «Wenn du schüchtern bist, trau dich!», ermutigt Alessia. «Du wirst ler­nen, dir selb­st zu ver­trauen, Posi­tion zu beziehen und sehr früh Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.» 

Und wenn sie die Atmo­sphäre bei IdéeSport in drei Worten zusam­men­fassen müssten? Freude, Moti­va­tion und Fam­i­lie.